Wettkampf gegen den TSV Buttenwiesen unter anderen Vorzeichen gegenüber der vergangenen Saison

Erstes Derby für Monheim vor heimischer Kulisse

Nach dem ersten Sieg im ersten Wettkampf in dieser Saison gehen die
Turner des TSV Monheim zuversichtlich in das Derby. Mit nur wenigen
Fehlern in ihren Darbietungen konnten sie an die hervorragenden
Leistungen aus dem vergangenen Jahr nahtlos anknüpfen. Auch dieses
Jahr messen sich die jahrzehntelang befreundeten Vereine im
Turnwettkampf, der TSV Monheim gegen den TSV Buttenwiesen. Beide
Vereine sind über das gesamte Jahr in engem Kontakt, unterstützen sich
gerne gegenseitig und blicken auf eine lange Vergangenheit in der
Turngeschichte in der Region.
Bisher galt das Team aus Monheim oft als Favorit und gewann auch die
meisten Begegnungen gegen die Mannschaft aus dem Dillinger
Landkreis. Doch in diesem Jahr stehen die Vorzeichen etwas anders.
Grund dafür ist eine neue Regelung, die von der Deutschen Turnliga
kürzlich beschlossen wurde.
Nach wie vor gilt die Regel, dass jede Mannschaft nur einen
ausländischen Staatsbürger pro Gerät einsetzen darf. Es wird künftig
zwischen „local gymnast“ und „not local gymnast“ unterschieden. Ab
sofort spielt bei den Turnern der bloße Besitz eines Deutschen Passes
keine Rolle mehr, sondern es hängt vom Lebensmittelpunkt ab. Das
bedeutet, dass ausländische Turner, die bereits mehrere Jahre beruflich
in Deutschland tätig sind, als „Deutsche Turner“ starten dürfen – somit
zusätzlich zur genehmigten ausländischen Verstärkung.
In der 2. Bundesliga Süd profitiert besonders Monheims nächster
Gegner, der TSV Buttenwiesen, von dieser Situation. Deren langjähriger
Jugendtrainer Oleksander Petrenko ist Ukrainer und seit mittlerweile
zehn Jahren fester Bestandteil der Buttenwiesener, wodurch er nach der
neuen Regelung als „Deutscher Turner“ antreten darf. Der sympathische
28-jährige zeigte bereits am ersten Wettkampftag, dass er an vier
Geräten seine Stärken ausspielen kann und führte sein Team zum
deutlichen Sieg gegen die TG Hanauerland (57:18).
Die Zuschauer dürfen sich aller Voraussicht auch auf den italienischen
Gastturner Manuel Berettera freuen. Der 18-jährige Youngster möchte
sich im Trikot des TSV Buttenwiesen auf seine lange Reise für die
nächsten Olympischen Spiele vorbereiten.
Nichtsdestotrotz ist ein Derby bekannterweise immer unter besonderen
Umständen, und der TSV Monheim nimmt die Herausforderung an,
zusammen mit den eigenen Fans in einer stimmungsvollen Monheimer
Stadthalle den Gästen Paroli zu bieten. Kapitän Sascha Wilhelm
(Topscorer gegen VfL Kirchheim u.T.) ist mit seinem gesamten Team,
wie auch Anton Bulka und Manuel Neumeier bereit für diesen Wettkampf
am Samstag, 28.09.24 um 18:00 Uhr (Einturnen und Einstimmen für das
Derby um 17:00).


Bild: In der letzten Begegnung konnten die Monheimer um Manuel
Neumeier das Derby für sich gewinnen. Gelingt es Ihnen dieses Jahr
erneut? (Quelle: Moritz Hilpert)