Monheimer Bundesligaturner überzeugen in Hamburg Die besten Gerätturner Deutschlands trugen ihre Meisterschaften am vergangenen Wochenende in der Hansestadt Hamburg aus. Vom Bundesligateam des TSV Monheim waren der erst 19-jährige Julius Rabenstein bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft und der 23-jährige Florian Lindner aus Chemnitz unter den besten 36 Turnern Deutschlands am Start. Am Samstag turnten beide gegen die internationalen Größen Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen, Andreas Toba und Andreas Bretschneider um den Mehrkampftitel mit. Julius Rabenstein sammelte bei seiner Premiere in der Männerklasse viele Erfahrungen und erreichte einen guten 30. Platz im Mehrkampf. Leider zwangen ihn starke Schulterprobleme in der Vorbereitung dazu, seine Übungen an den Ringen, am Barren und am Reck stark zu vereinfachen. Am Boden und sogar am Pauschenpferd konnte er aber mit neuen Inhalten glänzen. Die Sensation gelang ihm dann mit zwei tollen Sprüngen über den Sprungtisch, wo er sich als Sechsbester für das Finale am Sonntag qualifizierte. Florian Lindner begann seinen Mehrkampf an den Ringen sehr stark und qualifizierte sich somit ebenfalls für das Finale an diesem Gerät. Auch am Sprung und Barren überzeugte er mit hervorragenden Darbietungen und war zur Halbzeit des Wettkampfes unter den besten Drei zu finden. Leider verlor er, nachdem er am Reck sein Flugelement, einen Doppelsalto mit ganzer Drehung, nicht wieder fassen konnte, den Faden und blieb an den folgenden Geräten, Boden und Pferd, unter seinen Möglichkeiten. Am Ende musste er sich mit einem für ihn enttäuschenden 14. Platz im Mehrkampf abfinden. Eine positive Überraschung gab es nach dem Wettkampf allerdings doch noch. Bundestrainer Andreas Hirsch hatte trotz seiner noch instabilen Leistung das große Potential des ehemaligen Deutschen Jugendmeisters erkannt und will den Chemnitzer nun auch bei der 2. Olympiaqualifikation am 09.07. in Frankfurt am Main dabei haben. Nach dem Mehrkampf lag die Konzentration bei beiden Turnern schon auf dem Gerätfinale am folgenden Tag, wobei sich Florian Lindner an den Ringen aufgrund seiner starken Vorleistung eine Medaille erhoffen durfte. Tatsächlich knüpfte er auch im Finale an seine Darbietung vom Vortag an und gewann mit 14,85 Punkten die Bronzemedaille. Den Deutschen Meistertitel teilten sich indes Andreas Toba und Marcel Nguyen mit jeweils 15,25 Punkten. Im Sprungfinale war Julius Rabenstein anschließend als erster von sechs Finalteilnehmern an der Reihe. Beide Sprünge gelangen ihm fast perfekt, wobei er beim Stand seinen hohen Schwierigkeitsgraden Tribut zollen und einige Korrekturen vornehmen musste. Am Ende ließ er aber nur noch Matthias Fahrig und Helge Liebrich vorbeiziehen, so dass an diesem Tag beide Monheimer Bundesligaturner glücklich und hochzufrieden mit einer Bronzemedaille von den Deutschen Meisterschaften nach Hause fahren konnten. Bildunterschrift: Mit Marcel Nguyen und Andreas Toba auf dem Podest: Florian Lindner (rechts) von der Bundesligamannschaft des TSV Monheim.
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