Knappe Niederlage im Derby

Monheim gibt deutlichen Vorsprung noch aus der Hand

Das erwartungsgemäß spannende Derby zwischen Monheim und Ries verloren die Gastgeber denkbar knapp mit 37:38 und schlossen dadurch die Saison auf dem fünften T abellenplatz ab. Dabei hatte es nach dem Bodenturnen so ausgesehen, als ob es eine klare Sache für die Monheimer werden könnte. Mit einem überraschenden 9:0-Vorsprung ging es ans Pauschenpferd, an dem Klaus Kirchberger seiner Mannschaft gleich noch einmal fünf Punkte sicherte. In der Folge kämpfen die Monheimer aber mit kleinen Unsicherheiten, so dass sie am Ende diese Gerätepunkte den Riesern überlassen mussten. Auch an den Ringen schmolz die Führung Punkt um Punkt. Nachdem Frank Baines beim Abgang spektakulär stürzte, wobei er glücklicherweise unverletzt blieb, konnte sich Roland Hagner für die KTV Ries zwei Punkte erturnen. Zur Pause war schließlich der Wettkampf erstmals zugunsten der Gäste gekippt. In der zweiten Hälfte kamen die Zuschauer dann voll auf ihre Kosten, indem sie ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen erlebten. Zunächst drehten die Monheimer den Spieß wieder um. Eine überzeugende Leistung am Sprung brachte die Gastgeber erneut in Führung. Doch schafften sie es leider nicht, diese Konstanz auf den Barren zu übertragen. Ries dagegen präsentierte sich fehlerlos und lag somit vor dem Reck um einen Punkt vorn. Im ersten Duell begegneten sich Jakob Glück und Thomas Radler noch auf Augenhöhe. Doch dann musste Stephan Bertl das Gerät unfreiwillig verlassen und fünf Punkte an Mark Ramseier abtreten. Julius Rabenstein kämpfte anschließend tapfer, hatte aber Probleme beim Abgang. Dies nutzte Hansi Lohr mit seiner ganzen Routine und entschied mit fünf weiteren Punkten den Wettkampf für Ries. Ein echtes Highlight lieferte zum Abschluss Frank Baines. Spektakulär und auf höchstem technischen Niveau turnte er seine Übung herunter, die ihm sensationelle zehn Punkte einbrachte, allerdings am Ausgang der Begegnung nichts mehr änderte. Mit 19 Punkten war Mark Ramseier bester Punktesammler des Wettkampfes. Aus Monheimer Sicht erfreulich ist der dritte Platz von Jakob Glück in der Topscorergesamtwertung. Insgesamt hat das Derby wieder gezeigt, auf welch hohem Niveau das Turnen in der Region betrieben wird. Ein weiterer Beweis dafür ist der TSV Buttenwiesen, der nach einer kontinuierlichen Entwicklung der letzten Jahre heuer zum ersten Mal die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd gewinnen konnte. Die gesamte Monheimer Mannschaft gratuliert Buttenwiesen zu diesem Erfolg und wünscht ihnen für den Aufstiegswettkampf gegen Leopoldshöhe alles Gute.