Geringere Fehlerquote macht den Unterschied Am dritten Wettkampftag der 2. Bundesliga Süd gelang dem TSV Monheim der erhoffte erste Saisonsieg. Gegen den SSV Ulm setzte sich die Mannschaft von Mario Reichert mit 43:23 durch und kletterte damit in der Tabelle auf den fünften Platz. Von Beginn an war bei den Monheimern ein großer Siegeswille zu spüren. Entsprechend konzentriert gingen alle vier Bodenturner zu Werke. Nach fehlerlosen Leistungen brachten diese ihre Mannschaft überraschend deutlich mit 7:0 in Führung. Besonders Jakob Glück erwischte einen bärenstarken Tag und holte als Startturner am Pauschenpferd gegen Thomas Huber drei Punkte. Alle anderen Monheimer kämpften sich mehr oder weniger erfolgreich durch ihre Übung, was schließlich zum Gewinn des zweiten Geräts ausreichte. Durch geschicktes Setzen an den Ringen schafften es die Gastgeber sogar, ihr Problemgerät Ringe für sich zu entscheiden. Mit einer relativ beruhigenden 22:8-Pausenführung starteten die Monheimer somit in die zweite Hälfte. Doch am Sprung zeigten die Gäste, dass sie sich keineswegs aufgegeben hatten. Mit sicheren Sprüngen erturnten sie sich den einzigen Gerätesieg des Tages. Jakob Glück eröffnete anschließend das Barrenturnen mit einer gelungenen Übung. Dies brachte die Ulmer in Zugzwang, die nun ihrerseits versuchten, das Ruder noch einmal herumzureißen, indem sie ihren besten Mann, Levente Vagner, ans Gerät schickten. Tatsächlich konnte der Trainingskamerad von Nandor Szabo den Vorsprung der Monheimer auf neun Scorepoints verkürzen. In der Folge zeigten die Gastgeber jedoch die konstanteren Übungen und zogen vor dem Reck wieder auf komfortable 20 Punkte davon. Hier hatten Julius Rabenstein und Jakob Glück weitere Zähler geholt, als Klaus Kirchberger ans Gerät musste. Souverän meisterte er den spektakulären Kovacs-Salto, konnte aber beim Abgang den Griff nicht halten und stürzte auf den Rücken. Glücklicherweise kam er mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Zum abschließenden Duell traten die beiden Ungarn, Nandor Szabo und Levente Vagner, gegeneinander an. Letzterer sicherte sich drei Punkte, die sogar noch zu einem Unentschieden in der Reckwertung führten. Das Topscorer-T-Shirt erhielt Levente Vagner mit 15 Punkten knapp vor Nandor Szabo mit deren 14. Für Monheim war dieser Erfolg nicht nur wichtig fürs Punktekonto, sondern auch fürs Selbstvertrauen, das bei den kommenden schwierigen Wettkämpfen eine entscheidende Rolle spielen kann. Stephan Bertl