In Singen am Bodensee blieb die Mannschaft zwar nicht fehlerfrei, zeigte aber bis zum letzten Gerät Sprung Kampfgeist.
Am Startgerät Barren lief eigentlich alles nach Plan. Vier gute Übungen trugen zum starken Ergebnis von 37,90 Punkten bei. Startturnerin Angelina Jauer hatte kleinere Unsicherheiten, kämpfte sich trotzdem gut bis zum Ende ihrer Übung. Es folgten weitere sichere Darbietungen von Stephanie Galler und Eliska Firtova.
Der Balken machte seinen Namen wieder einmal alle Ehre. Mit insgesamt vier Absteigern blieben die Monheimer weit unter ihren Möglichkeiten. Insbesondere erwischte es Luisa Bach, die mit zwei Stürzen zur tragischen Figur wurde. Auch Angelina Jauer verließ das Gerät bei ihrem Salto rückwärts. Einzig die tschechische Auswahlturnerin und Maxi Roßberg hielten mit souveränen Übungen dagegen. Mit 38,10 Punkten konnte man den drei Favoriten Ulm, Tittmoning und Hegau Bodensee nicht annähernd Paroli bieten.
Am den beiden letzten Geräten Boden und Sprung musste das Team ohne ausländische Verstärkung antreten. Im Zuge der bevorstehenden Weltmeisterschaften in Doha wurde Eliska, die gesundheitlich am Knie angeschlagen war, geschont.
Am Boden glänzten besonders die jungen wilden Turnerinnen, die wiederum bestens in Kulmbach von ihrer Trainerin Conny Pirl vorbereitet wurden. Charlyn Siemon, Jule Naundorf und Selina Somieski steigerten sich noch zum ersten Wettkampf und präsentierten ihre Übungen ausdrucksstärker. Es sollte nicht der Tag von Luisa werden, denn auch am dritten Gerät kommt die 17-Jährige nicht durch ihr Programm, strauchelte bei ihrer gymnastischen Verbindung, holte dennoch wichtige Zähler für das Bodenresultat.
Nachdem man vor dem letzten Gerät Sprung auf einen guten 3. Platz rangierte, konnte eigentlich nix mehr anbrennen. Stephanie Galler und Charlyn rückten neu in die Geräteaufstellung. Beide machten ihre Sache gut und holten mit Tsukahara gebückt und einem sicheren Überschlag entsprechend hohe Punkte. Da war auch der Standfehler von Theresa Martin bei ihrem Tsukahara gehockt locker zu verkraften.
Mit über 160 Punkten im Endergebnis ist zwar noch Luft nach oben, jedoch wird man in den letzten zwei verbleibenden Wettkämpfen nicht mehr an den drei Spitzenteams vorbeiziehen können.