Daumen hoch für eine starke Saison 2014

Foto: Wenzel

Die Turner des TSV Monheim wurden ungeschlagen Meister in der Zweiten Liga. Dafür wurden sie zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt.

 

In der vergangenen Saison waren Monheims Kunstturner in der Zweiten Bundesliga Süd das Maß aller Dinge. Ungeschlagen sicherte sich das Team von Trainer Mario Reichert frühzeitig den Meistertitel. „Ein super Jahr“, bilanziert der Coach. Von Saisonbeginn an habe der TSV tolle Leistungen gezeigt und dabei vor allem als Mannschaft überzeugt. Auch die Neuzugänge Artjem Weimer und Lukas Schlotterer schlugen voll ein, weshalb Reichert bei der Verpflichtung der beiden noch immer von einem „Glücksfall“ spricht. Ausgerechnet im Aufstiegswettkampf gegen Heidelberg setzte es dann aber eine Niederlage, die knapper nicht hätte ausfallen können. „Es war ja eigentlich ein Unentschieden. Da musste man in den Regularien schon weit nach hinten blättern, bis ein Sieger feststand“, erinnert sich Reichert. Dieser sollte schließlich nicht Monheim heißen, Heidelberg packte den Sprung in die Erste Bundesliga. Weniger Wochen später aber kam die frohe Kunde nach Monheim: Das Team aus Chemnitz nimmt seinen Startplatz nicht wahr, der TSV rückt in die deutsche Eliteklasse nach. Dieser Erfolg fand auch bei den Lesern unserer Zeitung Anerkennung, denn Monheims Turner wurden bei der DZ-Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. „Im Namen der ganzen Mannschaft möchte ich den Lesern der Donauwörther Zeitung dafür großen Dank aussprechen“, sagt Trainer Reichert. Seiner Ansicht nach genießt der Turnsport in der Region – der TSV Buttenwiesen ist heuer in der Zweiten Bundesliga vertreten, die KTV Ries in der Dritten Bundesliga – ohnehin eine hohe Wertschätzung. „Das Turnen hat hier eine Riesentradition“, so Reichert. Das war für ihn vor etwas mehr als 20 Jahren auch ein ausschlaggebender Grund, als Trainer nach Monheim zu kommen. Ein Schritt, den er bisher „nie bereut“ hat. Da ihm die Arbeit mit dem TSV nach wie vor großen Spaß macht, will der einstige WM-Bronzemedaillengewinner auch noch einige Jahre dranhängen.

 

In der aktuellen Saison liegen die Jurastädter zwar derzeit auf dem achten und letzten Tabellenplatz, der Coach hat aber nach wie vor den Klassenerhalt im Visier. Vier Wettkämpfe sind bereits absolviert, drei stehen noch aus. „Es ist noch alles drin“, sagt Reichert. Die TSV-Riege habe bisher mit jedem Gegner mithalten können. Das Niveau der Monheimer habe sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gesteigert. Das liegt auch an den Verpflichtungen von Florian Lindner (vom MTT Chemnitz/Halle) sowie der beiden Britten James Hall und Dominick Cunningham. „Sie haben sich super eingefügt und bisher Top-Leistungen gezeigt“, ist Reichert mehr als zufrieden. Nach der Sommerpause, in der sich die Erste Liga derzeit befindet, steht in eigener Halle das Duell gegen die TG Saar an. „Das könnte ein Highlight werden wie zum Saisonauftakt gegen Stuttgart.“ Damals gab sich Fabian Hambüchen vor 750 begeisterten Zuschauern in Monheim die Ehre. „Die Stimmung zu Hause ist eh immer der Wahnsinn“, so Reichert über das Publikum. Er hat in Monheim und Umgebung seit dem Aufsteig eine regelrechte Euphorie ausgemacht. Daher hoffen die TSV-Turner im Herbst, wenn es mit dem Duell gegen die TG Saar am 26. September wieder losgeht, erneut auf viel Unterstützung von den Rängen. Im Hinblick auf den Klassenerhalt relevanter als dieser Vergleich sind jedoch die beiden abschließenden Wettkämpfe gegen die KTV Obere Lahn (7. November in Monheim) und bei Mitaufsteiger KTG Heidelberg (14. November). „Diese beiden Wettkämpfe wollen wir gewinnen“, sagt Reichert selbstbewusst, der aber jeweils mit einem engen Ausgang rechnet. Ein erneutes Herzschlagfinale sei denkbar. Derzeit arbeite man daran, für den Saisonendspurt neue Schwierigkeiten mit ins Programm aufzunehmen. „Wir sind in der Pause also nicht untätig“, versichert der Coach – und hofft auf den gewünschten Erfolg in Form des Klassenerhalts. Tickets Unter tsv-monheim.com können bereits jetzt Karten für die zweite Saisonhälfte bestellt werden.

 

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